IDENTITÄTSTUDIEN


„Wer gerne Recht behält, den überhört man.“ (Laotse)

Die fotografische Selbstinszenierung dient mir zur Forschung für Studien des Wortes „Identität“. Durch die Beschäftigung mit archaischen und ursprünglichen Fragen führte ich als Fotomodel diese und weitere Experimente auf der Ebene des Wortes „Authentizität“ durch. Daher sind die Selbstportraits auch als ein Mittel zur Erkenntnisgewinnung zu sehen.

Mit ein wenig Feingespür wird festzustellen sein, dass ich mich nicht nur als Körper wahrnehme. Eine Verinnerlichung dessen, was über die irdische Materie hinausgeht, ist für mich wünschenswert. Mit den nicht zufällig angeschnittenen Unterthemen setze ich Denkanstöße, über Oberflächlichkeiten hinwegzukommen. In dem Zusammenhang dominierende Ängste könnten somit überwunden werden. Der Schaffensprozess lehrt mich, den Schein und die Täuschung von der Wahrheit zu trennen.

Mit der nachfolgenden Video-Performance animiere ich beispielsweise Kunstkritiker dazu, sich dem eigenen Spiegelbild zu stellen. Insbesondere aktuelles Weltgeschehen bietet einen geeigneten Anlass, sich persönlich weiterzuentwickeln. Unerlässlich bleibt hierbei ein Blick auf das eigene Bewusstsein.

Video-Performance, Saarbrücken, 2020