IDENTITÄTSSTUDIEN


„Es ist nie zu spät, den Weg ins Licht zurückzufinden!“ (Geistheiler Sananda)

Die fotografische Selbstinszenierung dient mir als Forschungsinstrument für Studien meiner eigenen Identität. Durch die Beschäftigung mit den Fragen „Für wen halten mich meine Mitmenschen?“ und „Wer bin ich wirklich?“ führte ich diese und weitere Authentizitätsexperimente durch. Daher sind die Selbstbildnisse auch als ein Mittel zur Erkenntnisgewinnung zu sehen.

Mit ein wenig Feingespür wird festzustellen sein, dass ich mich nicht nur als Körper wahrnehme. Eine Verinnerlichung dessen, was über die Materie hinausgeht, ist für mich erstrebens- sowie wünschenswert. Die nicht zufällig angeschnittenen Unterthemen, die meine Arbeiten assoziativ hervorrufen, setzen ein Zeichen, über Oberflächlichkeiten hinwegzukommen. In dem Zusammenhang dominierende Ängste, Zwänge und weitere Programmierungen, gilt es dadurch zu überwinden. Der Schaffensprozess lehrt mich, den Schein und die Täuschung von der Wahrheit zu trennen.

Mit dem nachfolgenden Video animiere ich beispielsweise Kunstkritiker dazu, sich dem eigenen Spiegelbild zu stellen und sich mit den obigen Fragen zu konfrontieren. Insbesondere im Hinblick auf aktuelles Weltgeschehen könnte es von Vorteil sein, sich persönlich weiterzuentwickeln. Unerlässlich bleibt hierbei eine Erhöhung des eigenen Bewusstseins.

Video Performance, Saarbrücken, 2020